Gross-Kanarien - virtuelle Ferienlandschaft mit kleinen Fehlern

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Die Vögel: Hitchcocks Vermächtnis?

Ein wichtiger Bestandteil der virtuellen Subkultur sind die Vögel. Auf Taubenbasis wurden verschiedene Modelle hergestellt, die je nach Bedarf mit Möwen-Outfit oder in einer kleineren Variante auch als kanarischer Spatz daherkommen. Ein Teil der Tauben wurde illegal aus deutschen Grossstädten importiert, was unschwer am bayrischen oder sächsischen Gegurre (bzw. Gegörre) zu erkennen ist. Spanische Ansprache der Vogelkreationen führte zu keinem Ergebnis. Die kanarischen Vögel haben aufgrund ihrer komplexen Programmstruktur eine Allabendliche Fernsehunterhaltung - jedoch nur für Vögel und Auserwählteeigene Subkultur entwickelt, welche sogar über eigene Fernsehkanäle verfügt, die allerdings immer nur dann zu sehen sind, wenn man gerade nicht hinguckt. Eine der beliebtesten Sendungen ist die äußerst sarkastische "Zwitschy-Piep-Show", in der allabendlich ein sehr zwitschergewandter Vogelmoderator namens Zwitschy Piep (Sowohl von der Vogelart als auch von der Beliebtheit her ein Star) auf spöttische Weise die Neuigkeiten auf der Insel kommentiert. Inselgäste haben diese Show noch niemals sehen dürfen, erst nach 20 Jahren dauerhafter Residenz wird einem die Frequenz mitgeteilt - das dazugehörige Empfangsgerät gibt es erst weitere 20 Jahre später. Die übliche Stromversorgung ist von den Empfängern abgekoppelt, sie lassen sich ausschliesslich über einen der landesüblichen strombetriebenen Notstromgeneratoren speisen.

Pulverisiertes Wasser: eine praktikable Lösung?

Kanarische Wasserschorle - ServiervorschlagEine der grössten Errungenschaften Gross Kanariens ist allerdings das pulverisierte Wasser. Man kann sich vorstellen, welche Wassermassen bewegt werden müssen, wenn nach der Ebbe wieder die Flut einsetzt (Ebbe entsteht hier keineswegs durch die Wirkung des Erdtrabanten, sondern immer dann, wenn die Belegschaft unter Tage wechselt. Pinkelerlaubnis gibt es nur bei Schichtende). Die Gigatonnen an Wasser wollen schliesslich erzeugt werden, ein einfacher Badesee gibt diese Mengen aber nicht her. Nach jahrelanger Forschung in extrem geheimen Labors (die Labors waren so geheim, dass sie zeitweise selbst nicht wussten, dass es sie gibt) kam Professor Mogan (nach ihm wurde der idyllische Hafen im Südwesten benannt) endlich hinter die Rezeptur: Wasser wird pulverisiert und verliert auf diese Weise 90% seines Volumens. Es genügt, 2 Teelöffel dieser erstaunlichen Mixtur in ein Glas zu tun. Anschliessend wird das Glas mit Wasser bis zum Rand gefüllt, und das Pulver löst sich vollständig auf. Damit ist es wieder flüssig und man hat eine wunderbare Wasserschorle.

Gross Kanarien hat dem genialen Wissenschaftler Dr. Mogan ohnehin viel zu verdanken. Er war es z.B. der auf die Idee kam, die Vulkanhitze durch kleinste versteckte Löcher im Boden zu leiten, um die ganzjährigen Sommertemperaturen zu gewährleisten. Durchsichtige Folien in ca. 100 Metern Höhe halten die Hitze dann auf einem verhältnismässig kleinen Raum konstant. Da die Sonne bekanntermassen aus einem überdimensionalen Heizstrahler besteht, der leider keinerlei UV-Strahlung erzeugt (hier hätte man doch nun wirklich auf moderne UV-Röhren aufrüsten können!) muss die Sonnenbräune der Touristen ebenfalls künstlich erzeugt werden. Der morgendliche Dunst entsteht durch die Verdunstung des Wassers, dem grosse Mengen Selbstbräuner beigemengt wurden. Der Mangel an UV-Licht hat aber noch einen weiteren Nachteil. Um die Bananenplantagen ausreichend mit Früchten bestücken zu können, wurden Minigurken aus Holland importiert, denen in mühseliger Handarbeit kleine Bananengewänder angepasst werden müssen. Dafür sind aber zweifelsohne die Tomaten echt. Und häufig.

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Sonderlink: Olafs Reisebericht Gran Canaria (nützlich aber trotzdem witzig)