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Smog? Luftangriff? HipHop? (bzw. fünf Schlabberhosenbubis
die um eine brennende Mülltonne tanzen und dabei die Kappen
deshalb verkehrt herum tragen, damit die Schilde nicht verkokeln?)
Nein - weit gefehlt: es ist Grillsaison und allerorten steigen
schwarze Rauchsäulen in den Himmel. Schon so mancher übereifrige
Feuerwehreinsatz endete vor verbrutzelten Koteletts und verärgerten
Familienvätern, die sich knurrig den Löschschaum aus der
Schnute wischen...
Uns
war das zu langweilig. An der Tanke Grillkohle grabschen, sündhafte
teure Grillkonstruktionen in der Gluthitze zusammenbauen, nur um
dann zuzusehen, wie die Würstchen in die Asche rutschen, weil
das dritte Alubein nicht stehen will... ausserdem waren uns die
Fleischbrocken zu klein, die auf einen teutonischen Durchschnittsgrill
passen. Deshalb haben wir uns die Kräfte der Natur zu Nutze
gemacht, und die besten Naturgrillplätze in Europa getestet.
Hier unser Bericht, gegliedert nach Regionen:
Deutschland:
Im allgemeinen ungeeignet, da die Grillfeuer hier nicht lange vorhalten.
Es reicht vielleicht für einen Hasen oder ein- bis zweihundert
halbe Hähnchen, aber spätenstens ab dem 10 Bier kommt
irgendein Feuerwehrmann und setzt dem Grillspaß ein Ende.
Besonders geeignete Feuerstellen findet man in Brandenburg (Nomen
est Omen) und Bayern (die zündeln sowieso ganz gerne).
Frankreich (Cote d'azur):
Schon
besser. Die Carmargue gibt ein schön gleichmässig brennendes
Steppenfeuer her, welches besonders für empfindliche Innereien
geeignet ist. Steaks in Alufolie werden hier schön saftig.
An der Küste sollte man wegen des heftig wehenden Mistrals
einen Windschutz bauen, der dann praktischerweise nach Abschluss
des Grillvergnügens einfach mitverbrennt. Als Grillblech eignen
sich Lagerhallendächer, Werftabdeckungen und ausrangierte Schleusen.
Portugal:
Das
Dorado aller Maxi-Grillfreunde! Es ist nicht schwer, einen guten
Grillplatz zu finden, zur Not zeigt einem einer der überall
anzutreffenden Feuerwehrleute gern den Weg zur nächsten Feuersbrunst.
Besonders Grossgetier kommt hier stellenweise schon fertig gegrillt
aus dem Wald. Aber auch ganze Ochsen, Schweinehälften und ganze
Lämmerherden lassen sich hier in nur wenigen Stunden zubereiten
und verzehren. Allerdings sollte man sich Zelte mitnehmen, denn
die Pensionen und Hotels sind meist schon bis auf die Grundmauern
abgebrannt.
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